Neue Regelbeträge für den Kindesunterhalt

Die Vierte Verordnung zur Aenderung der Regelbetrag-Verordnung wurde im Bundesgesetzblatt verkuendet. Die neuen Regelbetraege fuer den Kindesunterhalt gelten ab dem 1. Juli 2005.

Die Regelbeträge sind ein wichtiger Maßstab für die Unterhaltsverpflichtung von Eltern gegenüber ihren minderjährigen Kindern, mit denen sie nicht in einem Haushalt zusammenleben. Die Regelbeträge sind nicht mit den tatsächlich geschuldeten Unterhaltsbeträgen identisch, liegen aber der Düsseldorfer und der Berliner Tabelle zugrunde. Sie sind deshalb in der Praxis ein wichtiger Anhaltspunkt für die Höhe des Kindesunterhalts.

Die Regelbeträge sind außerdem Grundlage für die Fortschreibung dynamischer Unterhaltstitel und die Höhe des Unterhaltsvorschusses nach dem Unterhaltsvorschussgesetz. Das Bundesministerium der Justiz passt die Regelbeträge entsprechend der Entwicklung des durchschnittlich verfügbaren Arbeitsentgelts alle zwei Jahre an (§ 1612a BGB).

Ab dem 1. Juli 2005 gelten folgende Beträge:

  Alte Bundesländer Neue Bundesländer
1. Altersstufe
(bis zur Vollendung des 6. Lebensjahrs)
204 EUR (bisher 199 EUR) 188 EUR (bisher 183 EUR)
2. Altersstufe
(vom 7. bis zur Vollendung des 12. Lebensjahrs)
247 EUR (bisher 241 EUR) 228 EUR (bisher 222 EUR)
3. Altersstufe
(ab dem 13. Lebensjahr)
291 EUR (bisher 284 EUR) 269 EUR (bisher 262 EUR)


Insgesamt handelt es sich um eine moderate Steigerung, die mit der Steigerung der Verbraucherpreise in diesem Zeitraum vergleichbar ist. Die Anpassung wird damit dem gestiegenen Bedarf der Kinder gerecht und führt zu einer angemessenen Erhöhung, ohne die unterhaltspflichtigen Eltern zu überfordern.


Artikel vom: 20.04.2005